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Strategische Kommunikation

Hausprojekte sind weit mehr als Bauvorhaben – sie sind lebendige soziale Gemeinschaften, die aus Ideen, Engagement und dem Miteinander vieler Menschen entstehen. Doch selbst die beste Vision kann nur Realität werden, wenn Menschen davon erfahren, sich angesprochen fühlen und aktiv einsteigen. Genau hier setzt strategische Kommunikation an.

Wir zeigen euch systematische Kommunikationsplanung: Von der Stakeholder-Analyse über Personas bis zur Customer Journey. Mit praktischen Tools wie sogenannte Sinus-Milieus, Empathie-Maps und Touchpoint-Analysen lernt ihr, eure Zielgruppen zu verstehen und passende Kommunikationsstrategien zu entwickeln.

Ihr entwickelt eine strategische Kommunikations-Map für euer Hausprojekt. Nach dem Workshop könnt ihr Zielgruppen genauer ansprechen, Botschaften passend formulieren und die richtigen Kanäle auswählen – für erfolgreiches Community-Building von der ersten Idee über den Gruppenaufbau bis zum Einzug.

Auf einen Blick

  • Stakeholder-Analyse: Wer ist wichtig für euer Projekt?

  • Zielgruppen durch Personas greifbar machen

  • Sinus-Milieus und Lebensstil-Typologien nutzen

  • Customer Journey: Vom Erstkontakt zur aktiven Beteiligung

  • Touchpoints strategisch planen und gestalten

  • Botschaften und Wording zielgruppengerecht entwickeln

  • Kommunikationskanäle bewusst auswählen

  • Praxisbeispiele aus erfolgreichen Hausprojekten

Kommunikationsmap für Hausprojekte

Nadine Binias

Marken- und Kommunikationsberaterin aus Angermünde, Gründerin des Netzwerks Stadt Land Oder und Projektleiterin des AngerWERK. Sie begleitet Menschen mit gemeinwohlorientierten Gründungsideen und bringt langjährige Erfahrung in strategischer Kommunikation für nachhaltige Projekte mit.

Christiane Werth

Christiane Werth ist Gestalterin und Gründungsmitglied des Quartiersprojekts Alte Feuerwache Weimar, des größten Mietshäuser Syndikat-Projekts in Thüringen. Dessen erfolgreiche Direktkredit-Kampagne hat Christiane maßgeblich mit aufgebaut und begleitet. Als gewählte Geschäftsführerin der Stadtverwicklung gGmbH ermutigt sie andere zum selbstwirksamen Handeln und organisiert Projektprozesse sowie deren Finanzierung.

 

Learnings

Personas statt Gießkanne
Erfolgreiche Hausprojekte sprechen nicht „alle gleichzeitig“ an, sondern gehen gezielt auf einzelne Gruppen zu. Dafür werden Personas entwickelt – fiktive, aber realistische Beschreibungen von typischen Unterstützer:innen, Mitbewohner:innen oder Geldgeber:innen. Je genauer diese beschrieben sind, desto passender lassen sich Formate, Kanäle und Botschaften auswählen.

Kommunikation ist Beziehungspflege
Eine Customer Journey zeigt, dass zwischen dem ersten Kontakt und einer aktiven Beteiligung viele Schritte liegen. Ob Information, Kennenlernen, Mitmachen oder Verantwortung übernehmen – jede Phase braucht eigene Berührungspunkte. Wer diesen Prozess bewusst gestaltet, erhöht die Chance, dass Menschen langfristig bleiben.

Kanäle zielgruppengerecht auswählen
Nicht jede Zielgruppe liest den Newsletter oder folgt auf Social Media. Manche lassen sich am besten bei Infoabenden erreichen, andere über lokale Presse, persönliche Gespräche oder kreative Veranstaltungen. Eine gute Kommunikations-Map legt fest, welche Formate zu welchen Gruppen passen und wie sie sich ergänzen.