Der Stadtverwicklungs-Podcast
Durch Gemeinwohlorientierung zur Stadt für Alle!
In unserem Stadtverwicklungs-Podcast betrachten wir verschiedene Facetten der gemeinwohlorientierten Stadt. Wir diskutieren strukturelle Entwicklungen und Rahmenbedingungen im europäischen Raum, schauen aber auch immer wieder zusammen mit spannenden Gesprächspartner*innen auf Projekte vor Ort. Wir fragen uns: Ist Gemeinwohl Utopie oder ein erreichbares Ziel? Und was können wir aus der Erfahrung von Einzelprojekten lernen?
Unsere Folgen sind als Doppelpack aufgebaut. In den A-Folgen widmen wir uns Themen auf der Meta-Ebene und erörtern strukturelle Rahmenbedingungen und Entwicklungen; sie sind unsere Diskursfolgen. Die dazugehörigen B-Folgen stellen durch Interviews den praktischen Bezug her. Unsere Leitfragen sind gleichbleibend, ob Gemeinwohl Utopie erreichbares Ziel ist und inwiefern wir von Einzelfällen auf Strukturen schließen können.
Die erste Doppelfolge ist schon online. Ihr könnt sie euch auf Deezer, Spotify und Podcast.de anhören.
Folge 1A) Keine Stadt für Alle
Von wegen die Stadt ist für Alle da! In der ersten Folge unseres Podcasts rechnen wir mit der neoliberalen Stadt und dem autoritären Urbanismus ab und schauen zurück: Wie hat sich unsere Stadt eigentlich zu dem entwickelt, was sie heute ist? Denn Stadt entsteht durch den stetigen Aushandlungsprozess verschiedener Akteure und im Kontext wirtschaftlicher und politischer Verhältnisse. Außerdem wagen wir den Blick nach vorne: Wie könnte die Stadt für Alle aussehen?
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Folge 1B) Gemeinwohl greifbar machen
(im Gespräch mit Line Bernstein | Stadtverwicklung gGmbH)
Wie macht man Gemeinwohl greifbar? In dieser Folge sprechen wir mit unserer Kollegin Line Bernstein über den von ihr entwickelten „Gemeinwohl-Tensor“. Der Tensor ist ein dialogisches Werkzeug welches ein Aushandeln sozialer, ökologischer und demokratischer Werte in Planungs-, Bau- und Nutzungsprozessen ermöglicht.
Gemeinsam diskutieren wir: Wie können Werkzeuge wie der Gemeinwohl-Tensor dabei helfen, konkrete Wirkungsziele und gute Praktiken abzuleiten? Außerdem sprechen wir darüber, warum Gemeinwohl nicht nur Aufgabe der Zivilgesellschaft ist, wo die Grenzen und Gefahren von „Gemeinwohl-Washing“ liegen und wie eine Stadt aussehen könnte, in der individuelle Freiheit und gemeinschaftliche Verantwortung zusammengedacht werden.
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Quellen:
Mieten, Armut, Sozialwohnungen Höhn & Focke 2024: Geförderter Wohnraum in Deutschland: Historie, Status & (Förder-)Bedarf Sicherheit: Alle müssen weg, die Konsum stören Bösebeck, Ulrich (Hg.) 2001: Stadtluft macht frei - und unsicher.
Innere Sicherheit, Randgruppen und Stadtentwicklung. Kreutzmann, Hermann (Hg.) 2010: Geographie der Obdachlosigkeit.
Verdrängung durch die Kommodifizierung des öffentlichen Raums in Berlin, Berliner Geographische Blätter, 1. Sowa, Frank 2022: Wohnungsnot als Figuration.
Kontinuität und Wandel sozialer Praktiken, Sinnzusammenhänge und Strukturen. Beltz Juventa, Weinheim Basel. vhw - Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e.V. (Hg.) 2020: Wehrhafte Räume oder defensive Architektur? Politische Erzählungen über Ordnungs- und Sicherheitsarchitekturen in öffentlichen Räumen im Kontext von Wohnungslosigkeit.
Paradigmen der Stadt Denzer (2024): Vorlesung Einführung in die Stadtgeographie.
Paradigmen der Stadtplanung. Universität Leipzig.
Stadt als Begriff Meier, Lars; Steets, Silke; Frers, Lars 2022: Theoretische Positionen der Stadtsoziologie.
Beltz Juventa, Weinheim und Basel. Dell, Christopher 2014: Das Urbane. Wohnen. Leben. Produzieren. jovis Verlag GmbH, Berlin. Sub/urban.
Zeitschrift für kritische Stadtforschung 2022: 10 Jahre sub/urban. Heft 10. Planung ist Politisch Sub/urban.
Zeitschrift für kritische Stadtforschung 2017: Planung als politische Praxis. Heft 5. Neoliberale Stadt Harvey (2005): A Brief History of Neoliberalism. In: Oxford University Press, Oxford. Sub/urban.
Zeitschrift für kritische Stadtforschung 2013: Neoliberalisierung. Heft 1. Autoritärer Urbanismus Sub/urban.
Zeitschrift für kritische Stadtforschung 2023: Autoritärer Urbanismus . Heft 11.
Weitere Gemeinwohl-Konzepte:
Der Podcast wird im Rahmen des Programms „Nachhaltig Wirken” durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert. Dieses Programm wird durch die Unterstützung der Drosos Stiftung ermöglicht. Wir danken ebenfalls dem Funkhaus Ost für die technische Unterstützung und Postproduktion.